Keltersiedlung

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Altbestand

Flyer zum Zhema Abriss

Historischer Hintergrund

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Keltersiedlung
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Neubebauung

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Historische Pläne

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Wo später die Keltersiedlung entstanden ist, gab es zuvor eine Teerfabrik. Aufgrund der aus der damaligen Zeit noch vorhandenen erheblichen Kontamination muss im Rahmen der Neubebauung der gesamte Untergrund saniert werden.

Weitere Infos

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Beschreibung der Architekten zur geplanten Neubebauung:

 

Städtebauliches Umfeld │ Baukörperstruktur und Freiräume
Der Zuffenhausener Teilbereich Mönchsberg ist geprägt durch offene, kleinteilige sowie stark durchgrünte Baustrukturen. Auf dem Wettbewerbsareal wie auch in dessen westlicher Nachbarschaft sind dies überwiegend Wohnzeilen oder offene Hofbebauungen auf zusammenhängenden Baufeldern. Im Osten und Norden der Keltersiedlung, am Hangfuß des Mönchsbergs, dominieren hingegen vorwiegend straßenbegleitende, kleinparzellierte Mehrfamilienhausbebauungen.
Der das Areal in Nord-Süd-Richtung querende Grünzug entlang der Künzelsauer Straße entwickelt für das Wohngebiet eine besondere Qualität. Von klimatologischen Aspekten abgesehen unterstreicht der dichte Baumbestand der grünen 'Fuge' den individuellen Charakter des Ortes und den hohen Wohnwert des Quartiers.
Der Entwurf setzt sich zum Ziel, inmitten dieser kleinkörnigen Struktur eine angemessene Typologie für verdichtete moderne Geschosswohnungsbauformen zu entwickeln – mit einfachen, maßstabsgerechten Baukörpern und mit attraktiven, gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen, die sich mit den bestehenden öffentlichen Grünflächen und vielfältig vorhandenen Wegebeziehungen vernetzen.
Den insgesamt 14 Häusern in beiden Teilbereichen des Wettbewerb-Areals liegen vier Basistypen zu Grunde, die in Hinsicht auf Gebäudebreite und Wohnungsmix flexibel an die entsprechende Situation angepasst werden können. Die differenzierte Höhenstaffelung in Verbindung mit fugenartigen Rücksprüngen im Bereich der Treppenhäuser, Loggien- und Dacheinschnitte sowie variierende Putzfarben bewirken eine ausgeprägte Gliederung der Häuser. Das Volumen der bis zu 37 Meter langen und im Mittel 13 Meter tiefen Geschossbauten wird in Kubaturen unterschiedlicher Höhe, Breite und Farbtönung aufgelöst, was die maßstäbliche Einbindung der Neubauten in das kleinteilige Ortsbild entlang der Straßenzüge und den Raumkanten des öffentlichen Grünzugs unterstützt.
Kern des städtebaulichen Ordnungsprinzips in beiden Teilbereichen des Areals ist die kontinuierliche Abfolge von privaten Wohnhöfen - jeweils eingefasst von offenen Gebäudegruppen mit überschaubaren Nachbarschaften, sowie untereinander verbunden über ein Netz von privaten und halböffentlichen Wegen. Das Geflecht aus zueinander versetzten Wohngebäuden und Hofflächen schafft spannungsvolle Räume und Begegnungsorte für die Quartiersbewohner.
Auf östlicher Seite des Kelter-Areals, entlang der Langenburger Straße lehnt sich der Entwurf an die Baustruktur des Bestands an. Die versetzte, lockere Anordnung der beiden Hausreihen mit ihren eingelagerten, zum Grünzug hin geöffneten Gartenhöfen bietet neben guten Belichtungsverhältnissen vielfältige Sichtbeziehungen auf die grüne Mitte der Siedlung.
Das westlich des Grünzugs an der Künzelsauer- bzw. Schöntaler Straße gelegene größere Baufeld gliedert sich in zwei Gebäudegruppen aus freistehenden Wohnzeilen, die jeweils flügelartig einen begrünten, gemeinschaftlich nutzbaren Wohnhof mit Spiel- und Sitzgelegenheiten umschließen. Die offene Bauweise ermöglicht auch in diesem Teil des Areals der überwiegenden Anzahl von Wohnungen gute Sichtbeziehungen in den Park.
Die Raumkante der parkbegleitenden Bebauung auf westlicher Seite ist gegenüber dem Bestand um rund vier Meter zurückgesetzt, so dass der für die Belüftung des Zuffenhausener Ortskerns wichtige Korridor für die Kaltluftsströme optimiert wird.
Die im Vergleich zur Bestandsbebauung größeren Abstände zwischen den Häusern beidseitig des Grünzugs sorgen für eine bessere Vernetzung der Parkanlage mit den Hofräumen in den Innenbereichen der Siedlung.
Die Konzentration der Tiefgaragenzufahrt und der Besucherstellplätze an der Schöntaler Straße reduziert den Fahrverkehr im Grünzug künftig auf ein Minimum (Feuerwehr, Müll sowie Zufahrt für die Anwohner der drei Wohnhäuser an der Südgrenze der Siedlung), so dass die Künzelsauer Straße künftig zu einem Wohn- und Spielweg ('Shared Space') umgestaltet werden könnte. Durch die Integration der Vorflächen der westlich gelegenen Häuser 2, 3 und 6 könnte die öffentliche Grünfläche visuell und funktionell deutlich erweitert bzw. aufgewertet werden.

Erschließung
Beide Teilbereiche des Areals verfügen jeweils über eine eigene Tiefgarage mit direkter innerer Anbindung an die Erschließungskerne der Wohnhäuser. Die Zufahrt zum Parkdeck des östlichen Baufelds liegt an der südlichen Grundstücksgrenze (Haus 9) und wird über die Langenburger Straße angefahren. Die Tiefgarage des westlichen Baufelds kann direkt von der Schöntaler Straße aus erreicht werden – ohne weitere Belastungen für die Künzelsauer Straße (siehe oben). Zusätzlich werden einige weitere oberirdisch angelegte Besucherstellplätze in der Nähe der Tiefgaragenzufahrten angeboten.
Die benötigten Fahrradabstellräume sind in den Untergeschossen untergebracht. In Ergänzung hierzu wird im Bereich der Hauszugänge ein ausreichendes Angebot an weiteren Fahrradabstellmöglichkeiten bereitgestellt.
Jede Hofgemeinschaft verfügt über einen zentral gelegenen Müllbehälterstandort an den Grundstücksgrenzen. Die Müllentsorgung sowie auch die Zufahrt zu allen innenliegenden Feuerwehraufstellflächen erfolgt über die Schöntaler- / Künzelsauer Straße bzw. über die Langenburger Straße.
Die Treppenhäuser aller Gebäude sind von den anliegenden Straßenzügen und Wohnwegen aus barrierefrei zugänglich.

Die Wohngebäude im Detail
Die Wohnhäuser sind als Zwei-, Drei- und Vierspänner angelegt – mit einem ausgewogenen Mix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen, entsprechend den Vorgaben der Auslobung.
Jeder Hofgemeinschaft ist ein weitgehend ausgeglichenen Anteil an Sozialwohnungen und freifinanzierten Wohneinheiten zugewiesen.
Die Erdgeschossebenen der einzelnen Häuser sind barrierefrei zugänglich gemäss LBO. Die größeren Gebäude 1, 4, 5 und 8 mit insgesamt 66 Wohnungen verfügen darüber hinaus bereits im vorliegenden Entwurf über eine Aufzugsanlage. Hier besteht die Option, auch alle anderen Geschosse barrierefrei auszulegen. Bei allen weiteren, kleineren Hausgemein-schaften wird im Sinne des kostensparenden Bauens zunächst auf den Einbau eines Aufzugs verzichtet. Allerdings ist an den Erschließungskernen Platz für die Nachrüstung einer Aufzugsanlage eingeplant und bedarfsweise jederzeit möglich (siehe Grundrisse).
In den beiden größeren Wohnhöfen des westlichen Baufelds, im Erdgeschoss der Häuser 3 und 7 besteht die Option zur Einrichtung von Nachbarschaftscafes, die zur Steigerung der Attraktivität und Lebendigkeit des Quartiers beitragen könnten.
Die Wohnungen selbst zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
 Die Wohnräume aller Wohnungen sind nach Süden, Westen oder Osten (Grünzug) ausgerichtet und verfügen in den Regelgeschossen über eingezogene, wettergeschützte Loggien. Die Wohnungen auf Erdgeschossebene erhalten überwiegend vorgelagerte Terrassen, die zur Wahrung der Privatsphäre gegenüber den gemeinschaftlichen Hofflächen um ca. 60-100 cm angehoben werden.
 Die überwiegende Anzahl der größeren Wohnungen mit mehr als zwei Zimmern sind mit Tageslichtbädern ausgestattet und verfügen über ein separates WC bzw. Dusch-WC. Nahezu jede Einheit erhält einen zusätzlichen Abstellraum innerhalb der Wohnung.
 Im Regelfall können die Küchen wahlweise offen oder geschlossen ausgeführt werden. Größere Wohnungen verfügen über 'Wohnküchen' mit angeschlossener Essplatznische.

Quelle: 

https://www.german-architects.com/de/emt-architektenpartnerschaft-stuttgart/project/keltersiedlung